Zehn Arten von Geschenken, keine einzige Marke, dazu jeweils die Stelle, an der man beim Kauf danebengreift. Vieles davon steht genauso gut auf einer Liste für Männer. Die Aufteilung sagt mehr über Suchmaschinen als über Menschen, also nimm sie als Anregung und nicht als Vorschrift.
01 Ein Portemonnaie, das sich teilen lässt
In eigener Sache
Passt, wenn sie zwischen großer Tasche und kleiner Abendtasche wechselt.
Der Wechsel von der Alltagstasche in die kleine endet meistens damit, dass Karten einzeln umgeräumt werden und genau eine liegen bleibt. Ein Portemonnaie mit abnehmbarem Cardholder erspart das: Der kleine Teil geht mit, der Rest bleibt liegen.
Worauf achten? Die Verbindung muss halten, auch wenn die Tasche einmal umkippt, und der abgetrennte Teil sollte für sich allein gut aussehen. Wir bauen selbst so eins, deshalb steht hier nur, was beim Kauf zählt.
02 Schmuck in dem Metall, das sie ohnehin trägt
Passt, wenn du weißt, ob sie Gold oder Silber trägt.
Der häufigste Fehlgriff ist nicht der Preis, sondern das Metall. Ein Blick in ihre Schmuckschale klärt das in zehn Sekunden: Wer Silber trägt, trägt Gold selten und umgekehrt. Feine Ketten und kleine Ohrringe werden häufiger getragen als auffällige Stücke, und Ohrringe setzen gestochene Löcher voraus.
Bei Ringen brauchst du die Größe. Ein Ring, den sie gerade nicht trägt, lässt sich beim Juwelier in zwei Minuten messen. Sonst wird es ein Ratespiel mit anschließendem Umtausch.
03 Ein Schal aus Wolle oder Kaschmir
Passt fast immer, weil die Größe keine Rolle spielt.
Schals haben den Vorteil, dass sie sitzen, egal wie gut man den Rest einschätzt. Kaschmir wärmt bei wenig Gewicht und ist weich, feine Merinowolle hält länger und verzeiht mehr im Alltag. Auf die Länge achten: Alles unter etwa 180 Zentimeter lässt sich schlecht doppelt legen.
Die Farbe lieber an dem ausrichten, was sie ohnehin trägt, als an dem, was im Laden gerade auffällt.
04 Die Pflege, die sie ohnehin nachkauft
Passt, wenn du unromantisch, dafür treffsicher sein willst.
Unspektakulär und trotzdem eines der sichersten Geschenke: das Produkt, das im Bad gerade leer wird. Creme, Serum, Shampoo, Parfum in der bekannten Größe. Fotografiere die Verpackung, bevor sie im Müll landet, dann stimmt auch die Variante.
Wer es weniger nüchtern mag, legt etwas dazu, das sie sich selbst nicht kauft: ein Handtuch aus schwerer Baumwolle, eine gute Bürste, einen Kulturbeutel, der nicht aus einem Hotel stammt.
05 Ein Duft, aber richtig ausgesucht
Passt, wenn du weißt, was sie trägt, oder gemeinsam suchen kannst.
Parfum blind zu kaufen geht selten gut, weil derselbe Duft auf jeder Haut anders läuft. Zwei brauchbare Wege: den Duft nachkaufen, den sie schon hat und der zur Neige geht, oder ein Set kleiner Proben schenken, aus dem sie wählt und den großen Flakon später bekommt.
Und den Kassenbon aufheben. Bei Parfum ist Umtausch die Regel, nicht die Ausnahme.
06 Etwas fürs Zuhause, das sie sich selbst nicht kauft
Passt, wenn sie ihre Wohnung mag und trotzdem beim Preisschild zögert.
Bettwäsche aus Leinen, eine schwere Wolldecke, handgemachte Keramik, eine Lampe mit warmem Licht: Dinge, die täglich benutzt und beim Selbstkauf trotzdem immer wieder zurückgestellt werden. Genau das macht sie zu guten Geschenken.
Bleib bei den Farben, die in der Wohnung schon vorkommen. Ein Stück, das nicht dazu passt, wird höflich gelobt und dann eingeräumt.
07 Eine Tasche, die zu ihrem Alltag passt
Passt, wenn ihre jetzige zu klein oder zu schwer ist.
Vor dem Kauf kurz überlegen, was jeden Tag mitmuss: Laptop, Wasserflasche, Wechselschuhe, oder eben nur Portemonnaie und Schlüssel. Danach richtet sich die Größe, nicht nach dem Modell im Schaufenster. Ein breiter Riemen und ein Innenfach mit Reißverschluss entscheiden über den Alltagswert.
Wenn du unsicher bist, ist eine kleine Tasche für den Abend die risikoärmere Wahl als die eine große Tasche für alles.
08 Ausrüstung für ihr Hobby, nicht für deins
Passt, wenn sie etwas regelmäßig macht, das Zubehör braucht.
Wer klettert, näht, fotografiert, läuft oder Pflanzen zieht, hat eine lange Liste kleiner Dinge, die fehlen. Das zweite Objektiv wird niemand schenken, aber ein Stativ, eine gute Stoffschere, eine Matte, ein Griffbrett oder ordentliche Übertöpfe treffen genau.
Ein Blick auf ihre Merkliste oder in den Bestellverlauf ist hier keine Schummelei, sondern Recherche.
09 Ein Termin statt eines Gegenstands
Passt, wenn sie alles hat, was in die Wohnung passt.
Konzertkarten, ein Kurs, eine Massage, ein gemeinsames Wochenende: Was im Kalender steht, braucht keinen Platz im Schrank. Achte darauf, dass der Termin in ihre Woche passt und nicht deine Vorstellung von einem freien Samstag voraussetzt.
Gutscheine ohne festes Datum sind entspannter. Setz dir aber selbst eine Erinnerung, sonst verfällt genau der Termin, den ihr eigentlich wolltet.
10 Ein Buch, das zu ihr gehört
Passt, wenn sie liest und du weißt, was zuletzt auf dem Nachttisch lag.
Ein Buch ist billig gekauft und schwer getroffen. Am besten funktioniert es, wenn du an etwas anknüpfst, das sie zuletzt gelesen oder erwähnt hat, oder wenn du ihr eine schöne Ausgabe von etwas schenkst, das sie ohnehin mag.
Eine handgeschriebene Widmung vorn kostet zwei Minuten und macht aus einem austauschbaren Buch ihres.
Häufige Fragen
Was schenkt man einer Frau, die sich alles selbst kauft?
Etwas, das sie täglich benutzt und trotzdem nie ersetzt, oder etwas, das sie sich aus Vernunft nicht gönnt. Dazu gehören Alltagsdinge in besserer Qualität und Termine, die sie sich selbst nicht freischaufeln würde.
Wie viel sollte ein Geschenk kosten?
Weniger, als die meisten denken. Treffsicherheit schlägt Betrag. Im Freundeskreis liegt vieles zwischen 20 und 50 Euro, bei Partnerin, Eltern oder runden Geburtstagen darf es mehr sein. Wichtig ist vor allem, dass sich niemand zu einem Gegengeschenk verpflichtet fühlt.
Ist ein Portemonnaie ein gutes Geschenk?
Wenn es zu ihrem Alltag passt, ja. Entscheidend sind drei Dinge: genug Kartenfächer, ein Münzfach für die Fälle, in denen Bargeld nötig ist, und eine Größe, die auch in die kleine Tasche passt. Teilbare Modelle lösen den letzten Punkt, ohne den ersten aufzugeben.
Wenn nichts davon passt
Dann lieber fragen als raten. Ein Geschenk, das ungenutzt in der Schublade liegt, freut niemanden. Falls es doch ein Portemonnaie wird: Unseres lässt sich mit vier Druckknöpfen teilen und kommt in einer Geschenkbox.